Hilfe für Kinder aus Tschernobyl e.V.

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Brief zum 35. Jahrestag von Tschernobyl

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Osterbasar 2021 für krebskranke Kinder aus Tschernobyl

Die Initiative "Hilfe für Kinder aus Tschernobyl" veranstaltet unter Berücksichtigung der erforderlichen Corona-Hygienemaßnahmen an dem Wochenende des 20. und 21. März 2021 wieder einen Osterbasar zugunsten krebskranker Kinder.

Wie schon an Weihnachten findet der Basar aus Corona-Gründen im Freien statt. Die weitläufige Terrasse der Familie Bentele, Flurweg 12, in 86447 Aindling (Tel. 08237951964) wird den Besuchern wie immer österliches Schmuck und hygienisch verpacktes Essen To Go anbieten.

Der Basar wir an beiden Tagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Mit großer Spannung und Freude erwarten Heidi Bentele und Marina Schmidberger möglichst viele Besucher und bitten herzlich um deren Unterstützung. Wenn möglich werden die Besucher gebeten Verpackungsmaterial mitzubringen.

Bericht über unsere humanitären Hilfsmaßnahmen im Jahr 2020

Ein neues Jahr hat langsam angefangen. Trotz großer vielfältiger Probleme sehen wir ihm hoffnungsvoll und optimistisch entgegen. Wir vertrauen auf unseren guten Stern, der uns schon seit über 25 Jahren treu begleitet. Unser Wahlspruch: "Wenn man etwas mit Liebe tut, kommt das Glück von allein", mag vielleicht etwas naiv klingen, für uns hat er sich immer bewahrheitet. Das Jahr 2020 liess uns auch in unserer humanitären Arbeit zunächst mutlos resignieren. Wie sollten wir all unseren humanitären Anliegen nachkommen, wenn wir keinerlei Veranstaltungen wahrnehmen konnten.

  • Die leider immer mehr anwachsenden Patenschaften krebskranker Kinder
  • Die Unterstützung körperlich und geistig behinderter Kinder in den Waisenhäusern
  • Unsere "Kinder des Krieges", von denen viele unter dem Existenzminimum leben müssen ("Kinder des Krieges" - ehemalige Kinder weißrussischer Zwangsarbeiter, die während des Krieges in deutschen KZ's geboren wurden, sind in der Nachkriegszeit in Vergessenheit geraten und sind auch heute noch, bis ins hohe Alter, vergessen und verfehmt)
  • Die dringend notwendigen Hilfstransporte, von denen wir im Laufe der letzten Jahrzehnte über 40 LKW's mit Lebensmitteln, Kleidung, Sanitärartikeln und medizinischen Geräten auf die Reise schicken und finanzieren konnten.

All die finanziellen Sofortmaßnahmen, wenn Lebensgefahr bestand, oder die Umstände es dringend erforderlich machten, die zunehmend schwierigeren Lebensbedingungen in Weißrussland - das Alles erweckte unseren Kampfgeist. Und wir, innerhalb unserer Initiave, steckten uns untereinander an - nicht mit Corona, Gott sei dank - sondern mit dem infizierenden Virus der Nächstenliebe.

Wir schmiedeten Pläne und die Erfolge stellten sich ein! Auf unserer großen Terrasse in Aindling veranstalteten wir an drei Adventswochenenden einen Weihnachtsbasar im Freien. Von allen Seiten kamen die Spenden! Handgestrickte Decken und Socken aus Sulzberg und aus Thierhaupten, wunderschöne holzgeschnitzte Artikel vom BFZ, Eierlikör und Marmeladen aus Illerberg, handgestrickte Mützen und Handschuhe von Herrn Dr. Hofmann, russische Matreschki und hygienisch verpacktes Weihnachtsgebäck und Stollen, Kuscheltiere, Patchworkartikel von Frau Zirbs aus Hof und - last but not least - die wunderbaren Adventskränze und weihnachtlichen Gestecke, die unsere Juli aus Osterzhausen an langen Abenden mit ihren Freundinnen gebunden hat.

Marina Schmidberger (unsere 2. Vorsitzende), Elena Frison (Ukraine) und Heidi Bentele betreuten in gebührendem Abstand und unter strengen Hygienemaßnahmen die zahlreichen Besucher, die gerne bereit waren, unser Anliegen finanziell zu unterstützen. Das Wetter spielte mit und nach 3 Wochenenden konnten wir beim Kassensturz mit großer Freude 4000 Euro Einnahmen registrieren.

Im Laufe dieses schwierigen Jahres 2020, das auch privat für die 1. Vorsitzende eine große Herausforderung bedeutete, durften wir erleben, dass wir viele Freunde haben, die unseren leidgeprüften Schützlingen helfen wollen. Unerwartete Spenden ermutigten uns zu dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen: wir konnten eine Gruppe krebskranker Kinder, die sich in einer Remission befanden, einen Aufenthalt in einem guten Sanatorium finanzieren. Wir konnten jedem der 47 stationär behandelten Kinder bzw. deren Mütter 50 Euro als Soforthilfe übergeben.

Um einem an Leberzirrhose erkrankten 13-jährigen Mädchen zu helfen, konnten wir für bisher zwei Monate monatlich 5600 Euro für lebensrettende Medikamente unter großen Anstrengungen aufbringen. Zahlreiche Familien, die unter der Armutsgrenze leben, erhielten an Weihnachten wieder Lebensmittelpakete im Wert von je 50 Euro. Dazu kamen dann Ende Oktober die Kosten eines weiteren Hilfstransportes nach Weißrußland auf uns zu.

Als dann unsere finanziellen Möglichkeiten beinahe erschöpft waren, geschahen die großen und kleinen Wunder! Viele kleine und größere Geldspenden erschienen wie lauter kleine Sonnenstrahlen auf unserem Konto. Viele oft uns unbekannte Spender machten es möglich, Unmögliches zu bewirken. Von unserem hoch verehrten Herrn Landrat, Martin Sailer, und der Kreissparkasse Augsburg gingen 5000 Euro als Spende ein. Oksana Radkevich und Thomas Schröder von "InterFriendship GmbH" riefen per Internet eine Aktion ins Leben, die uns die unglaubliche Summe von 8680 Euro auf unser Konto bescherte. Aus dem Alten Land überraschte uns unsere Freundin Ursula Benzel mit dem stattlichen Gewinn eines Pflanzenverkaufes. Wir durften die Spenden dazu verwenden, um krebskranken Kindern und geistig und körperlich behinderten Waisenkindern eine Weihnachtsüberraschung zu bereiten.

Es ist uns ein großes Bedürfnis, uns bei allen Mitgliedern, die unermüdlich das ganze Jahr an der Seite unserer Schützlinge stehen, bei allen unbekannten Spendern und den langjährigen treuen Freunden, bei unserem lieben Martin Golling und den Aichacher Nachrichten mit Herrn Lichtenstern - und nicht zu vergessen - unserem lieben Website-Betreuer, der mit Hilfe von Margit Schuster unsere Webseite seit vielen Jahren ehrenamtlich betreut, von ganzem Herzen für die großartige Unterstützung zu bedanken. Wenn unsere Hilfe auch nur im allerkleinsten Rahmen ermöglicht werden kann, so bedeutet sie doch für viele Menschen ein Licht in der Finsternis, Hoffnung im Elend, Mitgefühl und Solidarität in ihrem leidvollen Alltag.

Auch in Zukunft freuen wir uns über jede Art von Unterstützung und Spenden jeglicher Art, die das Leben unserer Schützlinge erleichtern. Lassen Sie uns gemeinsam versuchen, Not und Elend zu lindern, gerade und ganz besonders jetzt in einer Zeit, in der Corona und eine menschenverachtende Diktatur den Menschen in Weißrussland das Leben fast unerträglich schwer gestalten.

In diesem Sinne freue mich auf das kommende Jahr und hoffe, dass wir gemeinsam Gutes bewirken können.

Mit den allerbesten Wünschen und in großer Dankbarkeit,

H.Bentele
M.Schmidberger



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